Schreiben heißt, Geschichte ernst zu nehmen.

Ein Autorenblog über Thriller, Recherche, Schreibprozesse und wie aus Ideen ein Roman wird.

Ich bin Tom Nagl. Ich schreibe Thriller. Diese Seite sollte den Schreibprozess an meinem Werk „Russengold“ sichtbar machen. Sollte…

Meine erste Lektion als Autor: Schmerzhaft…

Zumindest für mich. Verliebt in den Schreibprozess am Roman, stand der Titel für mich immer fest: Russengold. Nicht ein Gedanke daran, dass ein anderer Autor lange vor mir ebenfalls auf diese geniale Idee gekommen ist.
Aber so ist es. Und ich verbeuge mich tief vor Richard Grosse.

Geboren 1944 in London, studierte er in den 60er Jahren Chemie in Moskau und habilitierte sich im Fach Biochemie an der Akademie der Wissenschaften der DDR. In den frühen 80er Jahren arbeitete er als Professor für Biochemie im Zentralinstitut für Molekularbiologie in Berlin. Nach der Wende, Reisen und Ehrungen in den USA und Norwegen.

Eine Biografie, wie sie Autoren wie John le Carré oder Frederick Forsyth mühelos einem ihrer Romanprotagonisten verleihen könnten.
Richard Grosse entschied sich jedoch, selbst Autor zu werden. 2015 veröffentlichte er seinen ersten Kommissar-Bircher-Krimi mit dem Titel „Mordshochhaus“. Bereits 2017 folgt mit „Russengold„* der nächste Band der Kommissar Bircher Reihe.

Cover "Russengold" von Richard Grosse

Vergangenheit im Schatten – ein DDR-Krimi mit Atmosphäre und Tiefgang

In Russengold zeigt Richard Grosse, dass ein Kriminalroman weit mehr sein kann als eine reine Mordermittlung. Die Handlung führt in die DDR des Jahres 1977 und beginnt scheinbar harmlos mit einer Studentenfeier auf einer Datsche bei Moskau. Doch der Tod eines Beteiligten im Schnee wirft Fragen auf, die sich nicht so einfach begraben lassen.
Kommissar Bircher reist zunächst nach Moskau, doch der Fall wird rasch zu den Akten gelegt – eine Entscheidung, die im politischen Kontext der Zeit nur allzu glaubwürdig wirkt. Erst zurück in Berlin zeigt sich, dass die Vergangenheit nicht ruht. Alte Bekannte, dubiose Geschäfte mit sogenannten „Russengold“-Ringen und weitere Todesfälle lassen erahnen, dass hier größere Zusammenhänge verborgen liegen.

Ich finde, die große Stärke des Romans liegt in seiner Atmosphäre. Richard Grosse schildert die 1970er-Jahre in der DDR mit großer Detailtreue und Gespür für den historischen Hintergrund. Ich fühlte mich als Leser sicher durch diese Zeit geführt, ohne dass die Geschichte je in erklärende Schwere abgleitet. Die Dialoge sind präzise, realistisch und tragen entscheidend zur Spannung bei.
Kommissar Bircher ist dabei ein Ermittler, der nicht als Held überhöht wird, sondern als glaubwürdige Figur mit Haltung und Intuition überzeugt. Seine ruhige, beharrliche Art macht ihn zu einem Protagonisten, dem ich gerne gefolgt bin.
Russengold ist ein Kriminalroman, der Spannung, Zeitkolorit und Charakterzeichnung gelungen verbindet – ein Buch für alle, die historische Krimis mit Substanz schätzen. Ich finde, es ist ein mitreisendes Werk für jeden, der sich diese Zeit aus eigenem Erleben erinnert und für jeden, der in diese Zeit eintauchen möchte.

Als Autor hat mir der Roman den Blick für einen gelungenen Plot ermöglicht, gezeigt, wie Übergänge funktionieren und wie Dialoge lebendig werden.
Ich finde, Richard Grosse ist ein Autor, der Schreibende inspiriert und ermutigt, das eigene Werk voran zu treiben und der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Wie geht es weiter mit dem Autorenblog und den Romanen von Tom Nagl?

An dieser Stelle hatte ich angekündigt, dass der Arbeitstitel Russengold geändert wird und der Blog unter neuer Adresse weiterläuft. Beides stimmt so nicht mehr.

Ich habe Gerhard Hücker, Inhaber des Vigilia Verlages und Rechteinhaber der Romane von Richard Grosse, angeschrieben. Mein Anliegen war eigentlich ein anderes: Ich wollte die Kontaktdaten von Richard Grosse, um ihn persönlich um Erlaubnis zu bitten, den Titel Russengold für diese Website weiter verwenden zu dürfen.
Was folgte, überraschte mich. Gerhard Hücker rief an – und lud mich zu einem Arbeitsessen ein.
Er erteilte mir nicht nur die Erlaubnis, die Domain russengold.de weiterzuführen. Er erlaubt mir darüber hinaus, den Titel Russengold für meinen Thriller zu verwenden.

Dafür bin ich Gerhard Hücker und dem Vigilia Verlag aufrichtig dankbar.


Die Gold-Trilogie

Band 1: Russengold (Veröffentlichung im Herbst 2026 geplant.)
Ein Thriller über Vergangenheit, Schuld und einem verborgenen Nazischatz. Die Handlung führt in die letzten Jahre des Kalten Krieges – und zeigt, wie lange Geschichte nachwirkt, wenn man sie nicht abschließt. Kommissar Ahrens findet sich unvermittelt als Spielball zwischen den Geheimdinsten aus Ost und West – und den Schatten seiner eigenen Herkunft.

Band 2: Wendegold (Arbeitstitel)
Die Ereignisse der Wiedervereinigung ab 1989 bilden den historischen Hintergrund. Alte Netzwerke, neue Machtverhältnisse – und die Frage, wer am Ende wirklich profitiert.

Band 3: Aschengold (Arbeitstitel)
Aschengold führt die Spuren des Terroranschlags vom 9. November 2001 nach Deutschland zurück – zu alten Netzwerken, bekannten Gegnern und Entscheidungen, die nie abgeschlossen wurden.

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